So hier kündige ich mit meiner Lieblingsfarbe Rosa (>.<) das erste Kapitel von meiner Zombie-Story an ;)
So, dann wechseln wir mal zu einem saftigen Blutrot.
Ich wollte nur erwähnen, dass die Figuren, wie sie in dieser Geschichte genannt werden, nicht wirklich so heißen.
Ich habe vorher die Namen geändert, da die Personen, die darin vorkommen... naja, sagen wir einfach mal so: Die würden mir eine reinhauen, wenn die das finden würden ;D
Aber ich kann Euch ja wenigstens sagen, dass Carly meine Wenigkeit darstellen soll ;D Natürlich heiße ich in Wirklichkeit nicht Carly. Und nein, ich habe keine Freunde, die Freddy und Sam heißen, mit denen ich dann eine Webshow mache...
Jedenfalls wünsch ich Euch jetzt viel Spaß bei dem ersten Kapitel.
Es würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben könntet, wie ihrs fandet... sonst...
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| ...komm ich euch heute Nacht besuchen... |
Survival Game
Lohr Krankenhaus, 20. Dezember 2012, 23:57 Uhr
Samantha Burger meldete sich gerade bei den anderen Schwestern für ihre Nachtschicht. Die junge Frau war Krankenschwester im Lohrer Krankenhaus und legte öfter eine Nachtschicht ein, da sie Rücksicht auf die anderen Frauen nahm, da manche von ihnen Kinder zu betreuen hatten. Samantha machte das nichts aus. Sie war noch 26 Jahre jung und hatte viel Freizeit. Sie ging nicht oft auf Partys oder ähnliches sondern verbrachte ihre Zeit lieber mit Lesen oder Kochen.
>>Ah, Sam. Du weißt doch das morgen die Welt untergehen soll, nicht wahr?<<, fragte Samanthas Arbeitskollegin Nina Müller grinsend. Ja, davon hatte sie natürlich schon etwas gehört, aber um ehrlich zu sein glaubte die junge Krankenschwester nicht daran. Nur alberner Aberglaube, redete sie sich ein.
Bevor Samantha Nina antworten konnte, piepste plötzlich ein Apparat und die beiden Frauen sahen auf.
Das Lämpchen von Zimmer 312 leuchtete auf. Es war das Zimmer von Herrn Bauer, also Samanthas Einsatz.
Nina sah ihr hinterher, als die Krankenschwester aus dem Raum eilte. Besorgt warf Sam noch einen Blick auf die Uhr.
Es war 23:59 Uhr. Herr Müller müsste längst schlafen, dachte sie sich und blieb außer Atem vor der Tür mit der Aufschrift 312 stehen.
Die Lichter im Flur beleuchteten alles, dennoch zuckte sie zusammen, als die neue Stunde anbrach und sie den Glockenschlag vernahm. Sofort sprangen ihr die Worte von Nina ins Gedächtnis, aber das war totaler Schwachsinn.
Samantha klopfte zaghaft an die Tür, zögerte aber, als sie daraufhin Poltern aus dem Raum vernahm und dieses dann sofort verstummte.
Besorgt, dass dem alten Mann etwas passiert sein könnte, riss sie die Tür auf und schaltete das Licht ein.
Der Mann lag nicht in dem Bett, sondern lag ausgestreckt auf dem Boden. Er sah zu Samantha auf, aus seinem Mund tropfte Speichel und seine Haut war eingefallen und ungewöhnlich blass. Seine Augen fixierten sie, aus seinem Mund drangen Geräusche, die sich anhörten, als hätte er Schmerzen.
Doch das war nicht der Grund, wieso Samantha in der Tür stehenblieb, ihn anstarrte und keinen Gedanken daran verschwendete ihm zu helfen. Es war die Tatsache, dass er von alleine, wenn auch zwar langsam und wackelig, wieder aufstand und die Arme nach ihr ausstreckte.
Er zog die Lippen zurück und packte sie am Arm. Samantha konnte nicht anders, als laut aufzuschreien und ihn von sich zu schubsen. Der Mann knallte gegen die Wand, schien das aber nicht einmal zu merken, sondern ging gleich wieder auf Sam zu.
Diese flüchtete so schnell sie konnte, die Flure zurück zu ihrer Arbeitskollegen in das Schwesternzimmer. Als sie dort ankam, blieb sie wie angewurzelt in der Tür stehen.
Überall im Zimmer war Blut. Doch ihr Blick heftete sich auf Nina, die leblos in ihrem Stuhl hing. Über sie gebeugt waren zwei Patienten, die Sam persönlich kannte. Sie konnte einige Gedärme ausmachen, die auf den Boden klatschten, als sich diese Dinger langsam von ihr lösten und Sam fixierten.
Die Patienten entfernten sich von Nina, sodass Sam sehen konnte, dass ihr ganzer Bauch und ihr Oberkörper offen standen, die Organe alle entnommen und gefressen. Das Blut an den Mündern der Patienten war eindeutig.
Die Krankenschwester war starr vor Schreck, sie hatte Angst. Die Dinger vor ihr waren nicht ihre Patienten. Sie sahen aus… wie Zombies!
Sams Augen waren geweitet und ihre Beine zitterten, als sie zur Flucht ansetzen wollte, doch plötzlich packte sie etwas von hinten. Es war Herr Bauer, der keine Zeit verschwendete und in ihren Hals biss.
Sofort durchzog sie ein unerträglicher Schmerz und ein weiblicher Schrei hallte von den Wänden wider.
Frammersbach, 21. Dezember 2012, 4:37 Uhr
Carly wachte langsam auf, als sie Schreie und Gepolter von unten hörte. Noch etwas verschlafen schaute sie auf ihre Handyuhr und war sofort hellwach.
Die Schreie ihrer Mutter trieben ihr Tränen in die Augen, als sie aus ihrem Zimmer rannte und nach unten sah. Plötzlich verstummten die Schreie und sie hängte ihren Oberkörper über das Geländer. Die Holztreppe war voller Blut, überall Spritzer an der Wand. Ihr Magen zog sich schmerzhaft zusammen, sie schluchzte leise und öffnete mit wackeligen Beinen die Tür zum Schlafzimmer ihrer Eltern. Es war leer, weder ihr Vater noch ihre Mutter waren dort. Sie hörte Stimmen vom Untergeschoss und vor lauter Panik rannte sie zurück in ihr Zimmer, zog sich an, schaute auf ihr Handy, ob sie Empfang hatte und versuchte so leise wie möglich zu sein.
Bis jetzt schien sie noch niemand entdeckt zu haben.
Immer noch weinend schlich sie ins Badezimmer und linste aus dem Fenster, während sie die Nummer ihrer Freundin Maggie eingab.
Auf der Straße wimmelte es von Menschen. Manche rannten wild schreiend umher, während andere ihnen mit langsamen, wackeligen Schritte auf den Fersen waren. Was war hier los?!
Der Lärm war unerträglich, die junge 16-jährige hörte sogar Pistolenschüsse und duckte sich vom Fenster weg. Versteckte sich in der Dunkelheit, bis sie die Stimme ihrer Freundin am anderen Ende der Leitung hörte.
>>Was ist denn?<<, offensichtlich hatte sie noch geschlafen. Es war ungewöhnlich, dass sie genervt war, normalerweise ließ sie sich das nicht anmerken.
>>Maggie. Es… da… die ganze Straße ist voller Leute. Die bringen sich gegenseitig um! Meine Eltern sind nicht da… und in meinem Haus sind L-Leute.<<, Carlys Stimme klang panisch und sie war ihrer Freundin dankbar, als sie sofort ernst wurde.
>>Du verarscht mich doch jetzt nicht, oder?<<, fragte sie, doch Carly musste nicht antworten, da der Schrei, bei dem die 16-jährige fürchterlich zusammen zuckte und der wieder aus dem Haus kam, Maggie unmöglich überhört haben konnte.
Doch bevor die beiden noch irgendetwas sagen konnten, hörte Carly am anderen Ende der Leitung einen Pistolenschuss. Sie konnte die Spannung richtig spüren.
>>Mama?<<, hörte sie Maggie leise fragen. Ihr Bett quietschte, als sie offensichtlich aufstand und zur Tür lief. Es folgten noch weitere Rufe der Freundin, bis plötzlich ein lautes Poltern ertönte und die Leitung unterbrochen wurde.
Carlys Hände zitterten, als sie das Handy von ihrem Ohr nahm und es entgeistert anstarrte. Sie schluckte, die Tränen wollten nicht aufhören und ihre Brust zog sich schmerzhaft zusammen.
Trotzdem zwang sie sich die Nummer ihrer anderen Freundin zu wählen. Komischerweise war das Handy von der Klassenkameradin, namens Katja, eingeschaltet, was Carly das Schlimmste vermuten ließ.
Doch eine Katja, die außer Atem war, meldete sich am Telefon. Sofort wurde es Carly leichter ums Herz.
>>Kate…<<, die ältere der beiden, Carly, konnte ein paar Schluchzer nicht unterdrücken.
>>Carly! Es ist so schrecklich hier! Hier ist irgendwas passiert, bei unseren Nachbarn ist es so laut und meine Mama wollte mit dem Papa nachschauen, aber irgendwie kommen die nicht wieder! Vivian ist jetzt auch noch fortgerannt, aber ich trau mich nicht sie zu suchen.<<, Katja ratterte ihre Geschichte panisch herunter, ihre Stimme zitterte und sie hörte sich an, als würde sie jeden Moment in Ohnmacht fallen. Aber dasselbe Gefühl hatte Carly in diesem Moment auch.
>>Bei mir auch. Auf meiner Straße wimmelt es von Leuten, die sich gegenseitig umlegen. Meine Eltern sind auch weg und überall im Haus ist Blut!<<, Carly würgte leise, als sie daran dachte.
>>Ich muss hier weg.<<, stieß sie dann noch hervor und Katja machte ein zustimmendes Geräusch.
>>Ich muss nach meiner Familie such-<<, Katja stockte mitten im Satz, bis sie auf einmal ein schmerzhaften Laut von sich gab und Carly nur noch ein Rascheln am Telefon hörte und dann der Besetzt-Ton aus ihrem Handy drang.
Nicht auch noch Katja! Was war bei ihr los? Was waren das für Viecher? Ging nun wirklich die Welt unter?
Die Hände der Schülerin zitterten, als sie sich an der Heizung abstützte um sich aufzurichten. Ihr Atem ging stoßweise und sie wischte tapfer die Tränen weg, bevor sie sich langsam auf die Tür zu begab.
Gut, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt ihren Führerschein angefangen und bereits 4 Fahrstunden hinter sich hatte. Sie würde einfach das Auto ihrer Eltern nehmen, solange es nicht bereits weg war oder sie irgendwie anders aufgehalten werden würde.
Als sie ein leises Geräusch ausmachte, verharrte sie reglos auf der Stelle und wartete einen Augenblick, bis sie nichts Weiter hörte. Vorsichtig und bis aufs Äußerste gespannt, legte sie ihre Hand auf die Türklinke und drückte sie langsam nach unten.
Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie eine Bewegung in ihrem Zimmer ausmachte und wieder sofort erstarrte. Sie wollte so sehr die Augen schließen und hoffen, dass dies alles nur ein schrecklicher Traum war, doch als sie eine Kreatur, die sie als ihre Nachbarin identifizierte, Carly mit ihren blassen und starren Augen fixierte, wusste sie, dass das mehr als Real war.
Bevor die Schülerin wusste, was sie tat, preschte sie aus dem Badezimmer hervor und rannte die Treppen hinunter, bis zum Büro, wo ihre Familie die Schlüssel aufbewahrten. Sie wäre mehrmals beinahe ausgerutscht, aber sie hatte sich gezwungen weiter zu laufen und nicht auf den Boden zu schauen, der wahrscheinlich blutgetränkt war.
Zum Glück war ihr niemand begegnet. Ihre Nachbarin – die Kreatur – war nun an der Treppe angelangt und stieg hinunter.
Carly schnappte sich die Fernbedienung für die Garage, drückte den Knopf und ergriff die Autoschlüssel.
Als sie vor der Haustür stand und auf die Straße sah, bemerkte sie Leichen. Überall wo man hinsah, lagen Leichen. Über einigen kauerten noch die Kreaturen und machten sich über die Körper her. Carly musste den Brechreiz unterdrücken.
Schnell wie der Wind, zumindest hoffte sie, dass sie so schnell war, rannte sie aus dem Haus in die spärlich beleuchtete Dunkelheit, zur Garage.
Das Mädchen wusste, dass einige der Dinger sie entdeckt hatte, doch sie stieg schon in den Wagen, startete den Motor. Sie stand so unter Strom, dass sie erst einmal mit dem Auto an der Wand der Garage entlangschleifte, doch davon ließ sie sich nicht ablenken.
Sie sah durch den Rückspiegel nach hinten, schrie auf, als plötzlich jemand hinter dem Wagen auftauchte, und sie aus Panik auf das Gas trat, sodass dieser jemand gnadenlos unter dem Fahrzeug begraben lag.
Schock durchfuhr Carly, als sie weiterfuhr und der Wagen auf und ab hüpfte, als sie über die Kreatur fuhr, die dann kurz danach auch schon wieder aufstand.
Verängstigt und des Wahnsinns nahe, erkannte sie mit schreckgeweiteten Augen, dass es sich um ihre Cousine handelte, die auch ebenfalls ihre Nachbarin war.
Sophie, so war ihr Name, lief mit leblosen Augen auf Carly zu, hatte die Arme ausgestreckt, wie ein Zombie, Speichel lief ihr aus dem Mundwinkel und ihre Kleidung war blutverschmiert.
Carly biss die Zähne zusammen und konnte aber ein paar stumme Tränen nicht unterdrücken, ehe sie den Wagen wendete und volle Pulle aufs Gas trat und mit einem Kampfschrei die ganzen Monster umnietete, die ihr gerade in den Weg kamen.
Mit ungefähr 100 km/h raste sie die Straße entlang bis zur Kreuzung. Es war ein schrecklicher Anblick. Überall tote Körper, die auch hier und da mal wieder aufstanden und ebenfalls zu Monstern mutiert waren.
Sie zwang sich weiter zu fahren, ihr eigenes Leben zu retten und bog Richtung Partenstein ab.

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